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Airshows in West Europa - Eine der sichersten Outdoorveranstaltungen


Trotz der tragischen Ereignisse letztes Jahres in der Ukraine sind Airshows, zumindest in West-Europa und den USA, eine der sichersten Outdoorveranstaltungen überhaupt. In den letzen 12 Jahren ist bei solchen Veranstaltungen kein Zuschauer mehr zu Schaden gekommen. Zahlreiche, sinnvolle, Vorschriften der einzelnen Länder und von dem European Airshow Council (EAC) zusammen mit den Veranstaltern erarbeiteten Auflagen haben zu dieser Bilanz beigetragen. Bei vermeintlich ungefährlicheren Veranstaltungen wie z.B. Fußball oder Rockkonzerten werden weitaus mehr Zuschauer verletzt oder sogar getötet.

Nur die Gewissheit, daß diese Vorschriften auch eingehalten werden, garantiert dem Zuschauer ein Höchstmaß an Sicherheit. Daher ist bei derartigen Veranstaltungen immer ein Vertreter des Regierungspräsidenten, Abteilung Luftfahrt, zugegen und überwacht die Einhaltung der Regeln. (Bei unserer letzten Airshow verabschiedete er sich von uns mit den Worten :" Das war die sicherste Airshow die ich je gesehen habe".) Piloten die gegen die Auflagen verstoßen werden zum Abbruch des Programms gezwungen und mit einem Startverbot belegt (siehe nachfolgende Punkte).

Alle Auflagen wie Mindestflughöhe usw. werden in einem "Briefing" eine Stunde vor jeder Show wiederholt.

Obwohl die Piloten die Anforderungen der Mindestflughöhe, der Abstand der Fluglinie zu den Zuschauern, die benutzten Sprechfrequenzen usw. längst schriftlich vorliegen haben, wird grundsätzlich an jedem Tag einer Flugshow ein sogenanntes "Briefing" abgehalten. Dabei wird allen anwesenden Piloten noch mal in Erinnerung gerufen, dass die Mindestflughöhe für Propeller Flugzeuge bei 300 Fuß (ca. 100m) liegt. Unterschreiten der Mindestflughöhe führt zu einer sofortigen Aufforderung, das Programm unmittelbar zu beenden und zu landen. Liegt ein schwerer Verstoß gegen diese Anordnung vor, wird der Pilot von dieser Flugshow ausgeschlossen. Düsen oder Strahlflugzeuge werden nicht an unserer Airshow teilnehmen!

Alle Zuschauer befinden sich hinter einer deutlich erkennbaren Absperrung, so dass es eine klare Trennungslinie gibt zwischen Aufenthaltsraum für Zuschauer und Bereich, in dem vorgeflogen wird. Der Abstand von der vordersten Linie der Zuschauer zum Mittelpunkt Kunstflugachse beträgt je nach Art der Flugvorführung 150m oder sogar 350m.

Da der Zuschauerbereich klar erkennbar ist, ist das Überfliegen der Zuschauer grundsätzlich verboten. Kein Flugzeug darf von hinten, von vorn oder auch nur schräg über die Zuschauer fliegen. Alle Figuren auf die Zuschauer zu müssen spätestens auf der 350m Kunstflugachse wieder in die parallele eingeleitet worden sein. Verletzungen dieser Regel ziehen ähnliche Konsequenzen wie Unterschreiten der Mindestflughöhe nach sich.